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Was kostet ein Bilanzbuchhalter?

Was kostet ein Bilanzbuchhalter?

Die Bilanz – es gibt sie in unterschiedlichen Formen in vielen Lebensbereichen, doch nirgendwo hat sie so große Bedeutung wie in einem Unternehmen. Denn die Bilanz sagt alles darüber aus, wie erfolgreich oder eben auch erfolglos ein Unternehmen gewirtschaftet hat. Und das steht in einer Bilanz haarklein aufgelistet, nachvollziehbar an konkreten Zahlen, an denen es nichts zu rütteln gibt. Verantwortlich für diesen Erfolgsspiegel ist der Bilanzbuchhalter. Bei ihm laufen die finanziellen Fäden zusammen. Der Bilanzbuchhalter macht daraus einen wirtschaftlichen Abschluss, der sowohl unternehmensintern als auch extern von großem Interesse ist.

Einordnung Bilanzbuchhaltung

Bilanzbuchhalter
© AndreyPopov - istockphotos.com

Was der Bilanzbuchhalter also am Ende eines Geschäftsjahres macht, ist von großem Interesse für seinen Arbeitgeber, aber natürlich auch für gewisse externe Augen gedacht, wie zum Beispiel Sponsoren.
Die Bilanzbuchhaltung gliedert sich dabei in die Gesamtbuchhaltung ein und zieht auch deren gesamtes Ergebnis in Betracht. Die Bilanzbuchhaltung zieht für den Jahresabschluss sämtliche relevante Geschäftsbereiche in Betracht, um letztendlich ein Gesamtergebnis zu erhalten.

Was macht ein Bilanzbuchhalter?

Damit sei auch schon das wesentliche Aufgabengebiet eines Bilanzbuchhalters umrissen. Bilanzen und Jahresabschlüsse müssen jedoch nicht nur als Ergebnis der Arbeit eines gesamten Geschäftsjahres erstellt, sondern bei vielen Gesellschaftsformen auch veröffentlicht werden.

  • Externes Rechnungswesen: Bestimmte Unternehmen müssen der Öffentlichkeit Rechenschaft über ihre Tätigkeit ablegen und somit ihre Bilanzen veröffentlichen.
  • Internes Rechnungswesen: Intern sind die Ergebnisse der Bilanzbuchhaltung natürlich interessant für die weitere Unternehmensstrategie.

Mehrere Bilanzen pro Jahr

Die Unternehmensstrategie baut zu einem erheblichen Anteil auf den Ergebnissen der Bilanzbuchhaltung auf. Um die eigene wirtschaftliche Lage regelmäßig einzuschätzen und bestimmte Tätigkeiten darauf abstimmen zu können, kann das Management, bzw. die Geschäftsführung auch Zwischenbilanzen in jedem Quartal oder halbjährlich zur Prüfung bestellen.

Steuerliche Aspekte in der Bilanzbuchhaltung

Ganz eng einher gehen mit den Bilanzen eines Unternehmens natürlich auch sämtliche steuerliche Aspekte. Schließlich besteht die Bilanz vereinfacht gesagt aus Einnahmen und Ausgaben – beides auch zentrale Elemente bei der betrieblichen Steuererklärung – sowie der Festsetzung der betrieblichen Steuern. Ein professioneller Bilanzbuchhalter kennt sich daher nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit den Steuergesetzen gut aus. So kennt er schließlich einerseits alle Pflichten und Fristen, weiß aber auch, wie die Steuergestaltung vorzunehmen ist, um im gesetzlichen Rahmen Steuererleichterungen zu erzielen.



Was kann ein Bilanzbuchhalter kosten?

gehalt
© zest_marina - istockphotos.com

Der Bilanzbuchhalter hat also eine ganze Menge Kompetenzen und auch viel Verantwortung. Fakten, die die Stelle des Finanzbuchhalters nicht gerade zur kleinsten Kostenstelle in der Bilanz machen. Das kann ein Bilanzbuchhalter kosten:

  • Einstiegsgehalt: 36.000 - 48.000 € pro Jahr
  • Nach ca. 5 Jahren: 48.000 - 56.000 € pro Jahr

Wie viel ein Bilanzbuchhalter kosten kann, hängt natürlich von seinem eigenen beruflichen Profil ab, sprich von seiner Erfahrung und der Qualität der Ausbildung. Aber auch Branche, Größe und Standort des Unternehmens sind Einflussfaktoren.

Outsourcing – externe Bilanzbuchhaltung?

Für viele Unternehmen noch ein undenkbares Szenario, aber durchaus möglich: die Auslagerung der Bilanzbuchhaltung. Analog zu unserem Artikel über die Auslagerung der Lohnbuchhaltung, kann Ihnen unser 11880.com-Steuerberater-Ratgeber auch zum Thema ausgelagerte Bilanzbuchhaltung interessante Fakten liefern.

Was kann ein externe Bilanzbuchhalter kosten?

Ein solcher Fakt betrifft die Kosten für die externe Bilanzbuchhaltung. Der Schnitt aus mehreren Dienstleistern im Bereich Bilanzbuchhaltung liegt bei ca. 60 € / Stunde, kann aber nach oben hin stark variieren, wenn die Aufgabe komplexer und komplizierter wird oder wenn Verantwortung und Zeitdruck weiter steigen.

Durch externe Bilanzbuchhaltung Kosten reduzieren

Durchaus sehr erwähnenswert sind aber auch die Kosten, die durch die externe Bilanzbuchhaltung reduziert oder komplett eingespart werden können:

ca. 25 - 50 % der eigenen Personalkosten für Bilanzbuchhaltung reduziert, durch geringere Kosten für :

1. weniger Personalkosten

  • Gehälter
  • Prämien
  • Versicherungsbeiträge
  • Krankheitskosten
  • Urlaubskosten
  • Weiterbildung
  • Fehler

2. weniger technische Kosten

  • Software
  • Lizenzen
  • Schulung des Personals
  • Installation der Soft- und Hardware
  • Instandhaltung & Wartung

Im Ergebnis können Sie bei ausgelagerter Bilanzbuchhaltung letztlich Ihrer Bilanz einen festen, verlässlichen Kostenpunkt hinzufügen, anstatt alle die oben genannten Kosten einzeln im Blick haben zu müssen. Denn alle diese liegen beim Dienstleister, der Ihnen einen pauschalen monatlichen Betrag in Rechnung stellt. Somit haben Sie letztendlich mehr Übersicht im Kostencontrolling.



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