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Rentabilitätsberechnung

Rentabilitätsberechnung

Ist mein Unternehmen rentabel? Eine Frage, die sich jeder Unternehmer stellen sollte, wenn er längerfristig als Unternehmer aktiv sein möchte. Während es verschiedene wichtige Meilensteine bei der Existenzgründung gibt, gibt es für den dauerhaften Fortbestand eines Unternehmens eigentlich noch mehr zu tun. Ziel ist es, den Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten und da ist die Rentabilitätsberechnung einer der wichtigsten Anhaltspunkte. Denn sie gibt Aufschluss über das Verhältnis von Gewinn zu eingesetztem Kapital. Unser 11880.com-Steuerberater-Ratgeber verrät Ihnen, wie Sie herausfinden, ob Ihr Unternehmen rentabel ist und stellt die verschiedenen Rentabilitätstypen vor.

Rentabel lohnt sich

Rentable Grafik
© hirun - istockphotos.com

Die grundsätzliche Rentabilitätsberechnung gibt an, ob ein Unternehmen ein gutes Verhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen schaffen kann und ob nach Abzug der Steuern noch etwas an Einnahmen, sprich Gewinn, übrig bleibt. Bei der Rentabilitätsberechnung wird der Gewinn mit verschiedenen Erfolgsgrößen in Relation gesetzt, weswegen es auch verschiedene Arten der Rentabilität gibt.

Welche Arten der Rentabilität gibt es?

Es kommt also ganz darauf an, mit welcher Bezugsgröße man die Ausgaben, bzw. das eingesetzte Kapital vergleicht. Daraus ergeben sich folgende Arten der Rentabilität:

Umsatzrentabilität

Hier wird der Gewinn einer Berechnungsperiode mit dem Umsatz desselben Zeitraums in Verhältnis gesetzt. Das Ergebnis gibt Aufschluss darüber, zu welchem prozentualen Anteil jeder umgesetzte Euro Gewinn ist. Berechnet wird die Umsatzrentabilität – oder auch Umsatzrendite – folgendermaßen:

Gewinn / Umsatz x 100%

Alternativ, Berechnung der Brutto-Umsatzsteuerrendite:

Gewinn vor Steuern / Umsatz x 100 = Umsatzsteuerrendite in Prozent

Eigenkapitalrentabilität (EKR)

Bei dieser Rentabilitätsberechnung wird das eingesetzte Kapital innerhalb eines Berechnungszeitraumes zugrunde gelegt. Berechnet wird hier, inwieweit der Kapitaleinsatz im Berechnungszeitraum verzinst wurde. So kann eingeschätzt werden, ob sich die Investitionen in das Unternehmen gelohnt haben, also rentabel sind. Eventuell vorhandenes Fremdkapital sorgt insgesamt auch für eine bessere Rentabilität des Eigenkapitals, ein Effekt, der Hebeleffekt oder auch Leverage-Effekt bezeichnet wird. Berechnet wird die Eigenkapitalrentabilität folgendermaßen:

Gewinn / Eigenkapital x 100 = Eigenkapitalrentabilität in Prozent

Fremdkapitalrentabilität

Die Berechnung der Fremdkapitalrentabilität bezieht sich ebenfalls auf die Verzinsung von Kapital in Prozent, jedoch liegt hier ausschließlich Fremdkapital zugrunde. Berechnet werden hier allerdings nur die Fremdkapitalkosten für ein Unternehmen:

Fremdkapitalrentabilität = Fremdkapitalzinsen / Fremdkapital

Gesamtkapitalrentabilität (GKR)

Rentabilitaet berechnen
© Apiruk - istockphotos.com

Die Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität gibt Aufschluss darüber, wie effizient sowohl Eigenkapital, als auch fremdes Kapital in einem Unternehmen eingesetzt wird. Diese Form der Kapitalrentabilität gibt die Verzinsung von eingesetztem Kapital an und schlüsselt somit auf, wie rentabel das Kapital arbeitet. Die Gesamtkapitalrentabilität wird im Business-Englisch auch als „Return on Investment“ bezeichnet. Berechnet wird die Gesamtkapitalrentabilität folgendermaßen:

Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital

Wirtschaftlichkeit

Eine ebenfalls sehr interessante und wichtige Kenngröße für jedes Unternehmen ist die Wirtschaftlichkeit. Hierbei geht es darum, das ein Unternehmen zumindest kostendeckend arbeitet. Im Idealfall ist der Aufwand gering, der Ertrag des Unternehmens aber groß. Dann spricht man von Wirtschaftlichkeit. Berechnet wird sie wie folgt:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Um wenigstens kostendeckend zu agieren, muss das Unternehmen hier einen Betrag von 1 erzielen. Alle Werte darüber bedeuten Gewinn, alle Werte darunter sind gleichbedeutend mit Unwirtschaftlichkeit. Ist Ihr Unternehmen rentabel und auch wirtschaftlich? Bei der Beantwortung dieser Frage kann Ihnen ein professioneller Steuerberater in Ihrer Nähe oder auch ein Unternehmensberater helfen. 



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