Wir waren über drei Jahre Mandanten der Kanzlei Ritscher in Augsburg. Vor etwa sechs Monaten haben wir uns dazu entschlossen, die Zusammena
Wir waren über drei Jahre Mandanten der Kanzlei Ritscher in Augsburg. Vor etwa sechs Monaten haben wir uns dazu entschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden – ein Schritt, der aus unserer Sicht längst überfällig war.
Die steuerliche Betreuung befand sich in einem Zustand, der für uns als wachsendes Unternehmen nicht mehr tragbar war. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren erhielten wir keine verlässlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA). Fristen wurden mehrfach versäumt. Es kam sogar zur Übermittlung fehlerhafter Umsatzsteuererklärungen an das Finanzamt – mit dem Hinweis, man werde diese nachträglich korrigieren. Eine Korrektur erfolgte jedoch nicht. Im letzten Jahresabschluss der Kanzlei haben sie 50.000€ zu viel Gewinn an das Finanzamt übermittelt.
Besonders bedenklich war der Umgang mit der monatlichen Buchhaltung. Trotz eines durchschnittlichen Buchungsvolumens von 200–300 Buchungen pro Monat erfolgte keine Rücksprache bei fehlenden Belegen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass zahlreiche Rechnungen schlichtweg nicht erfasst wurden. Zudem wurde die Einfuhrumsatzsteuer unserer Importe vollständig ignoriert – mit der Folge einer nicht unerheblichen steuerlichen Rückerstattung im höheren fünfstelligen Bereich.
Die Kanzlei wirkte in weiten Teilen unorganisiert. Die Arbeiten der Mitarbeiter wurden offensichtlich nicht kontrolliert, sondern ungeprüft unterzeichnet. Bei Kritik erhielten wir regelmäßig Ausreden: etwa, dass Mitarbeiter ausgefallen seien oder das Team gewechselt habe.
Unsere neue Kanzlei ist derzeit damit beschäftigt, die Buchführung der letzten zwei Jahre vollständig neu aufzuarbeiten, da eine Korrektur auf Basis der bisherigen Arbeit schlicht nicht möglich war. Die ursprüngliche Verbuchung wichtiger Geschäftsvorgänge war derart unstrukturiert, dass keine nachvollziehbaren Ergebnisse mehr vorlagen. Der Aufwand einer kompletten Neuanlage war geringer als der Versuch einer Bereinigung.
Nahezu jede Steuererklärung aus dieser Zeit wies teils gravierende Fehler auf – Fehler, die unter Umständen sogar zur Insolvenz führen könnten, wenn sie unentdeckt geblieben wären. Diese Erfahrungen betreffen nicht nur unser Unternehmen, sondern spiegeln sich auch in privaten Mandaten wider.
Wir raten daher dringend von einer Zusammenarbeit mit der Kanzlei Ritscher ab. Wer sich dennoch dafür entscheidet, sollte sich auf erhebliche Kontroll- und Korrekturaufwände einstellen. Wir behalten uns vor, die Angelegenheit zusätzlich der Steuerberaterkammer zu melden.
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